Freitag, 21. Februar 2014

ALLE SCHÖNEN DINGE, HABEN MAL EIN ENDE

6 Monate Perth sind nun fast schon vorbei, wie die Zeit rennt.

In knapp drei Wochen werde ich mit meiner Freundin Debbie in einem Campervan Richtung Süd-/Westaustralien sitzen.
In der letzten Zeit und im Moment habe ich einfach die Zeit hier genossen. 

Ich habe wieder einmal viel gearbeitet, konnte so aber auch viel Zeit mit meinen beiden Jungs verbringen. 
Anfang Februar waren dann auch die Ferien der Kinder vorbei & Hudson kam in die Pre-Primary (Vorschule). 
Von jetzt an geht er also jeden Tag zur Schule, was auch erst einmal eine Umstellung ist.
Dadurch verbringe ich viel mehr Zeit alleine mit Mason, was total schön ist, aber auch etwas merkwürdig nach 6 Wochen mit beiden "Quälgeistern". ;-)

Ansonsten bin ich am Wochenende immer viel unterwegs. Wir sind immer so 5 Mädels, die etwas zusammen unternehmen und wir sind eine richtig gute Clique geworden. So unterschiedlich und doch so gleich.
Ich weiß jetzt schon, wie sehr ich sie in Deutschland vermissen werde.

So viel zu berichten, gibt es wirklich nicht. Man baut sich eben ein Leben auf & dann kommt der Alltag, so wie immer.

Meine Top-Themen der letzten Wochen lassen sich in: Geld sparen, abnehmen & reisen planen fassen.

In 3 Wochen geht, wie gesagt mein zweites Abenteuer los. Ich werde mit Debbie im Campervan Richtung Esperance starten.


Danach fahren wir an der Küste entlang zurück nach Perth und machen an den schönsten Orten Halt.
So sind zumindest unsere ersten 8 Tage geplant.

Von Perth aus fliegen wir dann nach Melbourne

Dort werden wir ein, zwei Tage verbringen, um dann die  Great Ocean Road zu fahren.
Das ist eine sehr bekannte Küstenstraße in Australien, welche atemberaubend schön sein muss.

Nach dieser Tour werden wir zurück nach Melbourne fahren & noch etwas Zeit verbringen bis unser Flieger am 31. März nach Cairns geht. 


Ab Cairns haben wir noch keine größeren Pläne. Wir haben verschiedene Orte, die wir auf jedenfall sehen wollen, wie das Great Barrier Reef, die Whitsundays, Fraser Island, Gold Coast ...

Debbie hat allerdings nicht so lang Zeit zum reisen, wie ich. Deswegen werden sich unsere Wege wahrscheinlich ab einem bestimmten Punkt trennen. 

Ich jedenfalls habe ab Cairns ganze 8 Wochen an der Ostküste, auf die ich mich schon wahnsinnig freue und die ich so spontan, wie möglich genießen will.
Das Einzige was ich weiß ist, dass ich 1-2 Wochen vor meinem Flug in Sydney ankommen will.

Aber das ist nicht mein Flug nach Deutschland, sondern mein Flug nach Bali.
Wie? Nochmal nach Bali werden sich alle denken, aber das hat einen besonderen Grund.

Meine Eltern werden auch nach Bali kommen und wir werden 2 gemeinsame Wochen Urlaub verbringen. Ich freu mich schon sehr auf diese Zeit & bin so froh, dass das klappt!

Nach diesen Tagen geht dann letztendlich unser Flug nach Frankfurt & am Freitag, den 13. Juni werde ich endlich wieder deutschen Boden unter den Füßen haben :D

Meine Gefühle im Moment sind sehr gemischt. Ich freue mich unglaublich auf's Reisen, werde aber Perth & meine zweite Familie vermissen.
Ich freue mich unglaublich auf Deutschland & auf euch alle! Trotzdem werde ich das Land des ewigen Sommers wahnsinnig vermissen.

Aber so ist das nun mal. Jetzt seid ihr alle wieder mit Updates gefüttert & dann hört oder sieht man sich "bald". :)


Australia Day mit Debbie und Nadja

Mason mit wunderschöner Schlüppi auf dem Kopf

Hudsons erster Schultag



mein Lieblingsplatz


Sunset-Festival am Strand


hab mal eben mein eigenes Business gegründet ;)




Wohnwagen angucken - das liebt Mason
irgendwie lieben sie sich ja doch :D



einmal Höhle bauen bitte :)

Abenteuer im "Wald"
1,2,3 und: Duckface :D





Mittwoch, 15. Januar 2014

CUZ I'M HAPPY

Ich habe nun schon lange nichts mehr von mir hören lassen, da ich so doof, wie es klingt kaum Zeit hatte. Die Wochen vor Weihnachten habe ich immer 10 Stunden/Tag gearbeitet und am Wochenende will man dann einfach nur raus & was unternehmen.



Ich habe Weihnachten & Neujahr aber gut überstanden und hatte wirklich eine schöne Zeit. Am 24.12. musste ich zwar arbeiten & hatte ziemlich Heimweh, aber das hat sich dann schnell wieder gelegt.

Denn abends hatte meine Gastmutter eine Christmas Eve Party veranstaltet. Auch einige meiner Freunde waren da & danach sind wir noch zu einer Messe in die Kirche gegangen um etwas deutsches Weihnachtsfeeling zu bekommen.

Weihnachten mit Dresdner Schwippbogen



Declan, der Onkel Brenden, Hudson & Mason


Mason mit Muttis Schuh





Am 25. wurde ich dann morgens von meinen beiden Jungs Hudson & Mason geweckt und es wurden Geschenke ausgepackt.

Die Großeltern waren schon da & zum Mittag kam noch der Rest der Familie. Alles in allem hatte ich ein schönes, lustiges, warmes & sonniges Weihnachten.

Am 26. bin ich dann mit meiner Familie für ein paar Tage in den Urlaub gefahren. Cervantes heißt der Ort und liegt 2 Stunden nördlich von Perth am Meer.

An sich gab es dort nicht viel zu sehen, da es wirklich nur ein Fischerörtchen ist, aber nach den stressigen „Vorweihnachtswochen“ war es schön einfach nur zu entspannen.

Menschenleere Stränden, türkisblauer Ozean & eine leichte Brise, was braucht man mehr.

















An Silvester habe ich mit Freunden ein BBQ in einem Park in der Nähe gehabt, was sehr lustig war, da unsere Grillkünste immer noch zu wünschen übrig lassen. Danach bin ich mit Debbie zu einer Art Festival gegangen was direkt am Swan River war. Um Mitternacht gab es dann auch ein Feuerwerk, wir dachten erst dass wir hier darauf verzichten müssen, weil das für Perth nicht so typisch ist … aber nein, es war wirklich schön & schwupps waren wir im Jahr 2014.



Sofort stand auch schon meine nächste Reise bevor. Am 2. Januar machte ich mit Jervynna, zwei ihrer Freunde, ihrem Freund Richard und seinem Bruder mit Frau auf den Weg Richtung Norden.

Unser Ziel war Exmouth bzw. das Ningaloo Reef, was 1.200 km nördlich von Perth liegt.

Den Trip haben wir in 2 Tagestouren geteilt & unser erster Stopp waren „the pinnacles“.

Diese sind ziemlich berühmt für Westaustralien, weil sie sich hier über ein riesiges Gebiet erstrecken. Unter den „pinnacles“ kann man sich verwitterte Kalksteinsäulen vorstellen. Ich will jetzt hier keinen Vortrag anfangen, deswegen zeig ich einfach Fotos & wen es interessiert, der googelt es einfach ;-)






Danach ging es weiter zur Stadt Geraldton, wo wir unsere Lunchpause verbrachten. Wir saßen an der Promenade mit Blick auf den Ozean, einfach traumhaft.

Nach dieser kurzen Stärkung ging es ohne große Pausen zu unserem Tagesziel Carnarvon. Eine Besonderheit hatte diese Teilstrecke aber noch, denn ich bin das erste Mal in Australien Auto gefahren. Das war ein so unglaublich tolles Gefühl!
Ich hatte es nicht schwer, da ich ja nur gerade aus fahren musste, aber trotzdem hatte es etwas Magisches für mich.



In Carnarvon angekommen, ging es ans Zelt aufbauen und nach dem Abendessen passierte dann nicht mehr viel, da wir einfach nur noch schlafen wollten.



Am nächsten Morgen starteten wir dann in unsere vorerst letzte Tagestour und nach 7 weiteren Stunden erreichten wir in brütender Hitze Exmouth.

Dort wurden wir sofort von Emus begrüßt, die in der Umgebung sehr oft zu sehen sind.

Von der Stadt aus fuhren wir noch einmal eine gute Weile in den Cape Range Nationalpark, wo wir campen wollten.

Dort liehen wir uns Schnorchelzubehör aus und machten uns auf die Suche nach einem geeigneten Campingplatz mit ein paar Bäumchen zum Schatten spenden. Denn im Norden wo wir waren, herrschten Temperaturen von bis zu 40 Grad, was im Zelt dann doch etwas warm werden kann.

Der Nationalpark ist 506 km² groß (ja habe ich gegoogelt), nur damit man mal eine Vorstellung von der Dimension bekommt & er liegt direkt am Meer.

Dort gibt es dann, wie kleine Lichtungen/ Sandplätze, wo man zelten oder sein Auto abstellen kann.

Unser Campingground hieß „Lakeside“ und es gab um die 5 Stellplätze, würde ich schätzen. In der ersten Nacht campten wir sogar alleine da, weil die meisten Leute nur tagsüber Zeit am Meer verbringen.


Eine Dusche gab es logischerweise nicht & auch nur so eine Art Plumpsklo, was sich aber biologische Toilette nannte. Wasser ist schließlich knapp.

Eine Wasserstelle gab es in diesem Nationalpark aber, wo wir eines Nachts auch mal zum Waschen hingefahren sind.

Schon das alleine war ein kleines Abenteuer, denn man weiß nie was einem so begegnet. Kängurus habe ich jedenfalls in Hülle & Fülle gesehen.



In den nächsten Tagen waren wir jeden Tag ein paar Stunden schnorcheln und das war so einzigartig!
Die Strände bzw. Buchten im Ningaloo Reef sind teilweise menschenleer. Das heißt, manchmal sind wir nur zu 5. geschnorchelt und hatten die ganze Unterwasserwelt für uns.
Ja, ich kann es kaum mit Worten beschreiben. Es ist einfach faszinierend diese ganzen Korallenriffe, bunten Fische & anderen Meerestiere zu sehen.

Es ist genauso, wie man es immer auf Fotos sieht.



Meine Top 3 Schnorchelerlebnisse bzw. Meerestiere waren:


Schildkröten

ein riesiger Rochen

und ein wunderschöner roter Seestern.



Eines Abends sind wir dann zu einem Strandabschnitt gefahren, wo man Schildkröten beim Brüten beobachten können sollte.

Nach den ersten Minuten waren wir nicht grad positiv gestimmt, da sich nicht so wirklich etwas bewegte. Doch dann hatte Richard eine Schildkröte gefunden, die sich gerade den Weg vom Meer zum Strand bahnte.

Das sind wirkliche riesige Tiere. Ich habe mich mal in die Spur der Schildkröte gestellt, um zu sehen, wie breit sie ist. Meine Beine waren wirklich weit gegrätscht …



Jedenfalls buddelte die Schildkröte dann nach einer Weile ihr Loch, um dort ihre Eier abzulegen. Wir beobachteten das aus guter Entfernung und krochen dann vorsichtig nach und nach immer weiter heran, um die Schildkröte nicht zu verängstigen.

Sie legte ihre Eier & bedeckte diese dann auch mit Sand, um sie vor Feinden zu schützen. Nachdem das Geschehen war kroch sie zurück ins Meer & viele ihrer Babys schafften es am nächsten Tag hoffentlich ins Meer.



Ich kann einfach nicht beschreiben, wie unglaublich schön das war so etwas zu sehen. Ganz aufgeregt und glücklich liefen wir am Strand zurück, als wir plötzlich eine zweite Schildkröte entdeckten bei der wir den ganzen Vorgang noch einmal viel näher beobachten konnten. Ein unvergessliches Erlebnis.

Ich weiß, das habe ich schon oft gesagt. Aber wisst ihr was?

Es ist einfach so. Diese ganze Sachen, werde ich nie vergessen, es sei denn ich bin irgendwann dement. ;-)



Neben dem Schnorcheln haben wir eigentlich nicht viel gemacht außer die Zeit am Strand oder im Camp zu verbringen, denn es war wirklich sehr warm.

Zur Lunchzeit lagen die Kängurus immer neben uns in den Büschen. Abends hatten wir einmal besuchen von Krabben.

Es war einfach Natur Pur. Eine wirklich tolle Erfahrung und mal wieder ohne Handyempfang, was sowieso immer viel ausmacht, denn man kann die Zeit mehr genießen.



Am 6. Januar machten wir uns dann auf den Rückweg und kamen abends in Monkey Mia an, was bekannt für seine Delfine ist.
Dort hatten wir dann unsere erste Dusche & ein schönes BBQ.

Am nächsten Morgen wurde ich noch vor Sonnenaufgang geweckt, worüber ich sehr froh war & wir sind zum Strand gegangen. Dort haben wir dann tatsächlich Delfine im Wasser gesehen & sind vorsichtig immer weiter ins Wasser gegangen.

Nie hätte ich gedacht, dass Delfine so zutraulich sind. Doch sie kamen wirklich ganz nah zu uns, waren sicherlich neugierig & scharf auf was zu futtern.

Ein Delfin kam tatsächlich nur einen halben Meter neben mir vorbei geschwommen und ich konnte ihn ganz genau anschauen. Genau in dieser Zeit mit den Delfinen im Wasser ging die Sonne auf & es war einfach perfekt!

Eine ganze Zeit verbrachten wir noch Zeit mit dem Beobachten der Delfine bis sie sich entfernten.

Nach unserem Frühstück gingen wir zu der morgendlichen Delfin-Fütterung, wo wirklich sehr viele Menschen waren.
Auch das war schön zu sehen, da noch einmal mehr Delfine kamen, aber es war lange nicht so besonders, wie das Erlebnis am Morgen.



Glücklich & voller neuer Eindrücke machten wir uns auf den Heimweg nach Perth und hatten noch eine leckere frisch gepflückte Mango auf dem Rückweg.

von Emus begrüßt



Geraldton
Turquoise Bay


Kängurus am chillen

unser Campingplatz

... direkt am Meer

unsere abendlichen Gäste






Wäsche aufhängen :D

Ausblicke vom Camp


"unser" Strand

das Klohäuschen